

28.06.10 –
Rund um den Ratekauer See führte der Grüne Familientag am Samstagvormittag Mitglieder und am Thema Interessierte. Auch die grüne Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen nahm an der Exkursion teil.
Unter der kundigen Führung von Herbert Bansemer wurden am Ratekauer See Wasservögel beobachtet, die dort zurzeit ihre Jungen groß ziehen. Sogar der seltene Schwarzhalstaucher wurde erspäht.
Herbert Bansemer wies auf die ökologischen Probleme des Sees hin, der unter dem Nährstoffeintrag aus angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen leidet. Teile des Sees waren bereits, trotz eines kühlen, feuchten Frühjahrs, mit Algen bedeckt – ein klares Zeichen für Eutrophierung.
Dass ehemalige „Allerweltsarten“ wie Sperlinge und Schwalben, aber auch Kiebitze, es immer schwerer haben, zu überleben, ist ein weiteres Problem, dass Herbert Bansemer auf die veränderten Lebensgewohnheiten auch auf dem Lande zurückführt. Hofflächen werden heute sauber gepflastert, in den Gärten stehen Immergrüne Pflanzen, die wenig Lebensraum für Insekten, Vögel oder Igel bieten.
„Umso wichtiger ist es, dass die Gemeinden erkennen, wie wichtig die biologische Vielfalt vor Ort ist“, sind sich Silke Mählenhoff und Marlies Fritzen einig. „Sie können Biotope schaffen und schützen, die Pflege der Grünflächen anpassen und damit mit gutem Beispiel für die Bürgerinnen und Bürger vorangehen. Gerade die Gemeinde Ratekau ist ein Vorbild auch für andere Gemeinden, hat sie doch für ihr Engagement im Klimaschutz, als fledermausfreundliche Gemeinde schon Preise erhalten.“ Und Gabriele Braune, Fraktionsmitglied der Grünen in Ratekau ergänzt: „ Der letzte Schritt unseres Engagements für Natur und Umwelt ist der Beitritt zum Bündnis für biologische Vielfalt.“
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