Endlich: einheitliche Kita–Gebühren im ganzen Land!

 

Es tut sich etwas in Schleswig-Holsteins Kita-Landschaft, und das wird höchste Zeit!

Denn bislang gelten im echten Norden sehr viele unterschiedliche Gebührenordnungen: das heißt, der Beitrag der Eltern hängt davon ab, wo sie wohnen. Zahlt man in Ratekau nur 121 € für fünf Stunden Betreuung, können es im nahen Badendorf schon 173 € sein, im Hamburger Rand sind auch 400-600 € möglich. Das ist ungerecht – und ändert sich.

Schon im August 2020 sollte die Kita Reform in Kraft treten, die viele einzelne Aspekte in der Betreuung verändern wird. Doch wegen der Corona-Probleme wurde dies auf Januar 2021 verschoben.

Ein wesentlicher Punkt ist die Vereinheitlichung der Beiträge für alle Eltern in SH: sie werden künftig landesweit 141 € pro Kind für eine 5-stündige Betreuung zahlen, für Krippenkinder 226 €. Dazu soll sich das Betreuungsverhältnis von 1,5 Erzieher*innen pro Gruppe auf 2,0 Fachkräfte verbessern.

Gleichzeitig wird auch die Gruppengröße etwas verkleinert: 20 Kinder pro Gruppe statt bislang 22. Dies verspricht eine bessere Qualität der Betreuung. Für Stockelsdorf mit seinen vielen Kitas mit großen Gruppen bedeutet das, dass wir eine weitere Kita benötigen. Planungsgespräche dazu laufen seit langem im Rathaus.

Ebenfalls wird die Mitwirkung der Elternvertreter gestärkt, das Wahlverfahren zu übergeordneten Vertretungen vereinfacht. Das scheint banal, ist aber angesichts der vielen unterschiedlichen Träger der Kitas – bei uns die Kirche, die Johanniter und der Kinderschutzbund Ostholstein. Vergleicht man die verschiedenen Träger zum Beispiel mit dem System Schule, wird schnell deutlich, dass dies einfacher zu verwalten ist, da nur eine Behörde dafür zuständig ist, nicht drei oder mehr Träger.

Bei diesen großen und noch weiteren kleineren Änderungen ist allen Beteiligten klar, dass nicht jedes einzelne Ziel sofort ab 1.1.2021 umgesetzt werden kann; der Mangel der Erzieher*innen ist das bekannteste Problem. Daher gibt es eine 4-jährige Übergangsfrist für die Umsetzung der Kita-Reform.

Und wer bezahlt nun diese Verbesserungen? Denn klar dürfte sein, dass sie nicht kostenfrei zu bekommen sind. Seit Beginn 2019 hat die Bundesregierung ein Programm aufgelegt, für Schleswig-Holstein bedeutet dies 191 Millionen € zusätzlich. Diese stockt die Landesregierung auf 1 Milliarde auf – einmalig! – und doch nicht genug für jede Kommune, die den Trägern genau den Betrag erstatten müssen, den die Eltern einsparen. Auch auf Stockelsdorf kommen also Mehrkosten zu. Das mag manchem, der mit Kitas nichts (mehr) zu tun hat, ungerecht erscheinen, aber nicht nur GRÜNE sind sich sicher, dass eine gut aufgestellte Gemeinde wie Stockelsdorf sich die Bildung der Jüngsten leisten kann. Auch gesamtgesellschaftlich ist es sinnvoll, Kinder so früh wie möglich so gut wie möglich zu erziehen, zu fördern und zu bilden. Schließlich sind sie die Zukunft unseres Landes!

Sabine Gall-Gratze, Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Schule, Sport, Soziales und Kultur (JSSSK)



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