Ich bin Neumitglied geworden während Roberts Wahlkampf vor der letzten Bundestagswahl. Ich habe schon vorher grün gewählt aber für eine Parteimitgliedschaft hat mir die Zeit gefehlt (dachte ich!) und ich habe mich mit meinem Lebensstil auch gar nicht "grün" genug gefühlt... Dann habe ich im Wahlkampf eine Story auf Insta gesehen in der es hieß, man müsse ja gar nichts machen - einfach passives Mitglied sein würde der Partei schon helfen. Das hat mich angesprochen und so wurde ich Mitglied. Passiv dabei sein, dafür reichten meine Kapazitäten!
Kurz danach kam eine Mail von meinem Kreisverband. Ich sei das 400. Mitglied des Kreises, ob ich zu einem Treffen/einer Sitzung kommen könnte, man würde mir gerne einen Blumenstrauß überreichen - soviel zur passiven Mitgliedschaft...
Aber irgendwie war das super - plötzlich hab ich mal ein paar Gesichter gesehen von anderen "Grünen" aus der Region, kam ins Gespräch, hab dieses Engagement gesehen und den Optimismus der anderen. Das hat mich irgendwie angesteckt. Bei uns im Dorf gibt es keine Grünen außer mir. Es war toll, dann bei uns zur Bundestagswahl selber Plakate für die Grünen aufhängen zu können. Kurz danach haben wir dann schon einen eigenen Ortsverband gegründet - nicht mein Dorf alleine, sondern mit den Nachbargemeinden zusammen. Und so langsam kam bei mir der Wunsch auf, diesen Ortsverband dann auch zu nutzen um vor Ort in der Kommunalpolitik aktiv zu werden. Klar - Mitglied geworden bin ich aus bundespolitischem Interesse. Aber hier vor Ort kann ich mich ja auch einbringen.
In unserer Gemeinde musste man in der CDU sein, um mitgestalten zu können... Jetzt haben wir selbst eine Alternative geschaffen und darauf bin ich stolz.
Aus meiner passiven Mitgliedschaft ist innerhalb von einem Jahr ein OV-Sprecherinnenposten geworden und das Ziel, mich bei der Kommunalwahl 2028 für unsere Gemeinde zur Wahl zu stellen. Und das gute Gefühl, wenn meine Kinder mich später mal fragen "was habt ihr eigentlich dagegen gemacht?" sagen zu können "Ich habe mich politisch engagiert. Für mehr Inklusion, Gleichberechtigung, Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und so weiter!" Man kann nicht immer nur meckern und dann aber untätig zuschauen. Ich möchte mich im Rahmen meiner Möglichkeiten einbringen und versuchen, die Dinge zum besseren zu verändern.
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