Unsere KV-Sprecherin Annette Granzin war am Wochenende in der Lutherstadt Wittenberg zu Besuch. Nach etwas über vier Stunden Bahnfahrt wurde sie herzlich von Bea Lindhorst, der Sprecherin des Kreisverbands Wittenberg, am Bahnhof abgeholt. Annette übernachtete ganz unkompliziert bei Bea auf einer sehr bequemen Gästematratze. Anlass des Besuchs war die „Luthers Hochzeit“, eines der größten Stadtfeste Mitteldeutschlands. Die Stadt Wittenberg verwandelte sich an diesem Wochenende in ein riesiges Mittelalterspektakel. Menschen in Gewand, mittelalterliche Musik, Fanfarenzüge, Handwerk, Tanz, Tavernen und eine 500 Meter lange Hochzeitstafel bestimmten das Stadtbild – eine unglaublich schöne Atmosphäre in einer ohnehin geschichtsträchtigen Stadt. Gleich am Freitagabend kamen Bea und Annette mit einem weiteren Vorstandsmitglied des KV Wittenberg, Carsten Liebelt, zusammen, um sich auszutauschen.
Am Samstagvormittag fand eine Regionalkonferenz statt – ein starkes Format: Das zuständige MdL lädt benachbarte Kreisverbände ein (hier: Wittenberg, Dessau-Roßlau, Anhalt-Bitterfeld), stellt aktuelle Themen aus der Landtagsfraktion vor und überträgt diese auf die kommunale Ebene. Dieser Austausch war thematisch und persönlich sehr wertvoll, unter anderem ging es um die Novellierung des Schulgesetzes in Sachsen-Anhalt. Zuständig für Wittenberg ist MdL Conny Lüddemann. Am Samstagabend saßen Annette, Bea, Carsten und Antje Schulz noch lange zusammen – intensive Gespräche, Austausch und ein ehrlicher Blick auf die Lage vor Ort. Der Kreisverband Wittenberg zählt nur knapp über 50 Mitglieder, hat keine Ortsverbände, lediglich in zwei Gemeinden je eine Stadtratsmandatsträgerin und eine Person im Kreistag.
Es gibt nur eine Handvoll Aktive – Plakatierung oder aufwändige Wahlkämpfe sind kaum möglich. Die politische Stimmung ist angespannt: Rechte Hetze und Rechtsextremismus sind nicht nur unterschwellig, sondern vielerorts offen sichtbar – Reichsadler-Tattoos, Aufkleber wie „FCK GRN“, rechtsextreme Symbolik, Propaganda des „Dritten Wegs“. Beas Haus zum Beispiel war mit über 50 FCK-GRN-Stickern beklebt – ein erschreckender Ausdruck gezielter Einschüchterung. In dieser Atmosphäre aktiv zu sein, erfordert Mut, Ausdauer und solidarische Unterstützung. Fazit: Wir in Schleswig-Holstein leben politisch fast wie in Bullerbü – was in Sachsen-Anhalt vielerorts Realität ist, ist für uns nur schwer vorstellbar. Umso mehr verdienen die Grünen vor Ort unsere Anerkennung, Solidarität und konkrete Hilfe – sei es finanziell, durch Besuche oder politische Rückendeckung.
Bild von links nach rechts: Annette, Carsten, Bea, Conny
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