Unsere digitale Alternative zum Heftchen ImmerGRÜN

Im Mai 2023 ist Kommunalwahl, und wir GRÜNEN haben überlegt, ob wir, wie schon einige Male vor einer Wahl, wieder ein Heftchen mit Namen „ImmerGRÜN“ herausgeben. Es gab jedoch einige Gründe, die dagegen sprechen. Als Alternative dazu veröffentlichen wir schon eine Weile in unseren sozialen Medien Beiträge, berichten über ein selbst gewähltes Thema, nehmen Stellung zu einem lokalen Problem oder versuchen, eine Diskussion anzustoßen.

Wir engagieren uns auf sehr unterschiedliche Weise: mal organisiert jemand etwas (die Kräuterwanderung), mal werden politische Visionen entworfen (Stockelsdorf als sicherer Hafen für Flüchtlinge) oder konkrete Möglichkeiten abgewogen (Digitalisierung der Schulen), mal arbeitet auch jemand an landesweiten Themen mit, im Augenblick vorrangig digital  (Landesarbeitsgruppen). Dabei gib jede/r das, was sie/er geben kann an Zeit und Wissen. Und genau das macht die politische Arbeit bei den GRÜNEN in Stockelsdorf so positiv.

Für mich war immer klar: ich engagiere mich direkt vor Ort. Aus meiner langen Erfahrung im Dorfvorstand Eckhorst wusste ich, dass man manchmal mit nicht viel Aufwand Großes bewegen oder den Menschen etwas geben kann. Das hat mich motiviert, es einmal in einem etwas größeren Umfeld zu versuchen – vor etwa 15 Jahren.  

Hier nun mein Beitrag zu dieser monatlichen Kolumne als langjähriges Mitglied im Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Soziales und Kultur, seit 2018 als dessen Vorsitzende: ein Bericht über Teile unserer Arbeit.

 

In dieser langen Zeit hat sich in Stockelsdorf vieles bewegt. Als ich 2009 von einem Waldkindergarten sprach, wurde mehrheitlich die Nase gerümpft. Inzwischen gibt es einen Antrag für eine dritte KiTa dieser Art in der Gemeinde! Dieses Modell gefällt also immer mehr Menschen, ist inzwischen aber auch politisch unumstritten. – Nur Menschen, die die Natur kennen, können sie als Erwachsene schätzen und schützen!

Natürlich sind auch die traditionellen Kitas bei uns im Ausschuss immer wieder Thema. Der Bedarf ist in den letzten 15 Jahren immens gestiegen, gerade auch an Krippenplätzen. Deshalb bauen wir ständig neue Kitas, verhandeln mit unterschiedlichsten Trägern. Die Kosten dafür nehmen einen erheblichen Anteil des Gemeindehaushalts in Anspruch, nachdem im seit Januar 2021 geltenden Kitagesetz die Beiträge der Eltern gedeckelt sind. Kosten, die die Eltern bislang gezahlt haben, muss die Gemeinde auffangen. Aber: Kinder sind das Kapital, das Deutschland hat. Und eine gute Grundbildung in allen Bereichen ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches, selbstbestimmtes Leben.

Ein weiteres großes Thema, das im Ausschuss immer wieder diskutiert wird, ist die Unterbringung von Migranten im Ort. Die mag zwar im einen oder anderen Fall umstritten sein, aber Fakt ist: eine Unterbringung ist gesetzlich vorgeschrieben. An neuen Containern und Wohnungen für Migranten geht kein Weg vorbei. Und je schneller und besser wir diese Menschen, die nach einer neuen Perspektive für sich suchen, integrieren, desto eher füllen sie die Lücken in den vielen Berufen, für die „Kollegen gesucht“ werden.

Wirklich motovierend ist die Arbeit im Ausschuss, wenn man sieht, wie sich andere Menschen ebenfalls einbringen, z.B. für die Förderung der Inklusion im Ort. Darum kümmert sich Herr Tobias Beck, der neue Behindertenbeauftragte der Gemeinde. Er berichtet regelmäßig dem Ausschuss von seinen Aktivitäten, ebenso wie ein Arbeitskreis über das Thema Kulturförderung. Hier bringen einzelne Menschen mit ihrem Engagement den Ort voran!

Das Thema, das mir regelmäßig ein Strahlen ins Gesicht zaubert, ist unsere Jugendstiftung, die vom Erbe des ehemaligen Lehrers Werner Hilgendorf ermöglicht wurde. Jahrelang durften wir die Gewinne aus den Zinsen des Stiftungsvermögens an Stockelsdorfer Kinder und Jugendliche ausschütten. Zwar musste aufgrund der aktuellen Zinslage viel Arbeit in die Neuanlage des Vermögens gesteckt werden, aber nun ist alles auf dem neuesten Stand festgelegt. Hier half wieder einmal ein einzelner, sehr engagierter Bürger  mit seinem Fachwissen, um Gutes in Stockelsdorf zu tun. Damit werden den Jugendlichen der Gemeinde viele Möglichkeiten eröffnet, finanzielle Förderung zu erhalten. Auch das ist ein großer Gewinn für den Ort!

Und sonst? Nur Gutes? Nein, natürlich werden auch Themen zwischen den Parteien kontrovers diskutiert. Für mich sehr zufriedenstellend ist es aber zu sehen, dass alle an einer guten Lösung für die Gemeinde interessiert sind. Mit solider Information und – ja, doch, einiger Vorarbeit – finden wir oft zu einstimmigen Beschlüssen.

Was soll das alles heißen?

Es ist spannend, daran mitzuarbeiten, den Ort voranzubringen und zukunftsfähig zu machen. Stockelsdorf ist Klimagemeinde. Gerade hier können wir GRÜNEN gut ansetzen. Und so hoffen wir, dass wir bis zur nächsten Kommunalwahl schon im nächsten Jahr neue Interessierte finden, die uns unterstützen. Denn jetzt wäre der ideale Zeitpunkt für einen Einstieg in die Lokalpolitik.

Die Tatsache, dass alle Sitzungen zur Zeit online übertragen werden, erleichtert den Zugang erheblich. Lokales wirkt auf den ersten Blick möglicherweise nicht recht attraktiv, aber für mich ist es faszinierend, wie konkret sich Veränderungen mit Argumenten voranbringen lassen – vor unserer Haustür! 

Sabine Gall-Gratze

 

 



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