Am 22.6. besuchte Silke Backsen (Landtagsabgeordnete der Grünen) den Kreis Ostholstein, um sich über das Moor-Projekt „Unsere MoorZukunft“ (UMZOG) zu informieren. Eingeladen hatte der OV Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Kreistagsfraktion und dem Kreisverband. Teilnehmer*innen an der Exkursion durch das Moorgebiet bei Koselau waren die Projektleiterin Wiebke Frank, Frau Heike Henning von der Stiftung Naturschutz, der Landwirt Ulli Sondermeier und Klaus-Dieter Blank (wasserwirtschaftlicher Berater), die sehr ausführlich über die Strategien berichteten wie die Flächen zukunftsfähig gestaltet werden könnten und welche Probleme es bei der Umsetzung gibt.
Bei der Wanderung in direkter Nähe des Oldenburger Grabens konnten die ca. 20 Teilnehmerinnen über eine frisch gemähte Wiese gehen und den schwingenden Moorboden unter den Füßen spüren. Die Projektleiterin Frau Frank stellte das vom MEKUN geförderte Projekt vor, das zur Niederungsstrategie 2100 in SH gehört. Es geht dabei um Bestandserfassung der Flächen mit ihren Eigentümern, hydrologische Gutachten und Bodengutachten. Ziel ist die teilweise Wiedervernässung der Flächen und Schaffung anderer Bewirtschaftungsmöglichkeiten für Landwirte. Das können Anbau von Paludikulturen sein, Agri-PV oder Klimapunkte. Es werden intensive Gespräche mit den betroffenen Landwirten geführt, wie die Geschäftsmodelle geändert werden könnten. Die Bereitschaft ist bei vielen vorhanden, aber die Wirtschaftlichkeit muss gegeben sein.
Das Ziel ist eine zukunftsfähige landwirtschaftliche Moornutzung im Oldenburger Graben, die auch Vorteile für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt bringt.
Da viele Behörden einbezogen werden müssen, nimmt die Umsetzung viel Zeit in Anspruch. Die gemeinsame Wanderung durchs Moor hat vielleicht dazu beigetragen, dass sich einige Akteure vernetzt haben und gemeinsam an guten Lösungen arbeiten. Eine Radtour durch den Oldenburger Graben lohnt sich in jedem Fall. Kartenmaterial dazu gibt die Stadt Oldenburg heraus.
Im Anschluss an die Wanderung haben wir uns in Riepsdorf getroffen und Silke Backsen hat darüber berichtet, wie sich die Suche und das Erschließen neuer Naturschutzgebiete gestaltet. Im Anschluss haben die Teilnehmer*innen in zwei Gruppen einerseits das UMZOG-Projekt genauer beleuchtet und zusammengefasst, wie dort unterstützt werden kann, und andererseits geschaut, ob es in Ostholstein weitere Flächen gibt, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen werden könnten.
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